Bahn-Desaster

Im Westend Verlag erschien von Arno Luik das Buch „Schaden in der Oberleitung – Das geplante Desaster der Deutschen Bahn“ Leseprobe hier. Zitat aus der Leseprobe letzte Seite unten zum Thema Stuttgart 21: „Einer sagte: »Es ist ein Staatsverbrechen, was hier geschieht.« Gemäß der alltäglichen Erfahrungen auf der Bahn und Luiks Buch speziell gilt das für die Bundesbahn und die dahinter agierenden Politiker. Arno Luik stellt die überaus mächtigen Feinde der Bahn heraus: Die Bahnchefs und ihre Verkehrsminister.
In den sechziger Jahren gab es noch Pläne, für den Güterverkehr eigene Strecken einzurichten. Seit den neunziger Jahren wurden mehr als zwei Drittel aller Gleisanschlüssen stillgelegt und das geht noch immer weiter. 2016 gelangte eine Streichliste mit 215 Güterbahnhöfen an die Öffentlichkeit (SWR 9.11.2017 | 22.00 Uhr) Folge natürlich, tausende LKWs pro Jahr mehr auf der Straße. Personalabbau führte zu Engpässen und Ausfällen. Gleichzeitig, wie Arno Luik schreibt, betreibt die Bahn in 140 Ländern eigene Unternehmen. Die Bahn als Münteferingsche Heuschreckenplage. In einem Kommentar zum Buch bei Rubikon schreibt Luik am Ende: „Für dieses Bahndesaster gibt es Verantwortliche, gibt es Täter. Es ist Zeit, sich mit den Tätern anzulegen.“
Es ist Zeit ein für allemal Schluss zu machen mit der Privatisierung von Infrastruktur. Es ist Zeit die Zuverlässigkeit der Bahn in jeder Hinsicht herzustellen. Es ist Zeit, die Güter auf die Schiene zurückzuholen. Es geht um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

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