Windräder-Deckelung

Kürzlich hat die Bundesnetzagentur in einigen Bundesländern den Ausbaudeckel auf Windenergie mit Verweis auf zu geringe Netzkapazitäten verschärft. Schreibt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. in seiner Pressemitteilung vom 7.8.2019. In einer zweiten Entscheidung wurde eine Reihe von Netzprojekten zusammengestrichen. Die Präsidentin, und nicht nur die, hält das für kontraproduktiv für die Energiewende und für den Klimaschutz.

Wie nun, denn in der Pressemitteilung vom 9.8.2019 der Bundesnetzagentur steht, dass von den ausgeschriebenen 650MW für Windenergie an Land nur 208MW vergeben werden? Da könnten doch zwei Drittel mehr angeboten werden, gibt es gar kein Interesse?

Nein, das Interesse wird durch eine extrem restriktive Genehmigungspraxis und Klagerisiken abgewürgt. (Matthias Zelinger, GF Industrieverband VDMA).
Der Landtag in Kiel hat den Ausbaustopp für neue Windräder seit 2015 immer wieder verlängert. Seither hat es dort nur 433 Ausnahmegenehmigungen gegeben. Das verursacht für die Windbranche Planungsunsicherheit und zerstört die vor der Trendwende (Deckelung) gewonnenen Arbeitsplätze. Thomas Hölck, SPD: „Wir waren Energiewendeland Nummer 1 und Vorbild in Deutschland. Diese Position haben wir verloren“.

Von der Politik ist zu fordern, dass gemeinsam Bund, Länder und die Branche sich um eine ausreichende Zahl von Genehmigungen kümmern. Ehemals geplant war, dass bis zum Ende des Jahrzehnts die Windenergie an Land bei einem Erneuerbaren-Anteil von 65% die Hälfte des Stroms liefert. Daran muss festgehalten werden.

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