Fließband 4.0

Nahezu alle Industriezweige stehen bei der Vernetzung von Fertigungsanlagen vor den Herausforderungen der digitalen Transformation, die in Deutschland gerne als Industrie 4.0 bezeichnet wird. Gab es im Zuge der Automatisierung die Verlagerung von sowieso neu zu errichtenden Arbeitsplätze ins Ausland, ist mit der Ausbreitung von Robotern eine Rückkehr der Produktion zu beobachten. Robotik geht besser ohne längere Transport- und Kommunikationswege. Und in der Industrie 4.0 ergibt sich die Kombination von hochgradiger Flexibilität für individuelle Ansprüche in Kleinstserie mit den Kostenvorteilen der Großserie. Arbeitsplätze kehren also zurück, diejenigen, die im weitesten Sinn mit dem Transport zusammenhängen und die mit Robotern besetzten, gehen jedoch verloren.

Nun kommt aber die Ausbreitung der 3D-Drucker und deren Entwicklung dazu. Braucht zum Beispiel der deutsche Exportartikel sein Ersatzteil in Kanada, dann wird übers Netz die Zeichnung nach Berlin geschickt und nach Prüfung von dort der nächstgelegene geeignete Drucker in Kanada gefunden und das Teil ist in Nullkommanix vor Ort. Da gehen mit dem globalen Fließband 4.0 nochmals hiesige Arbeitplätze zugunsten der Druckerplätze verloren und Industriestandorte im weitesten Sinne werden pulverisiert.

Es muss einfach mal angegangen werden, dass neur Arbeitsplätze geschaffen werden. Die massenhaft unentgeltlich geleistete Arbeit kann zum Beispiel in einer analogen Transformation in auskömmliche Arbeitsplätze verwandelt werden.

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