Meinungskrieg

Über Geschmack lässt sich streiten, aber über messbare Ergebnisse?
Die Montage aus screenshots verknüpft einen Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom April 17 mit den Rezensionen bei Amazon zum Buch aus besagtem Artikel.
Es ist von Krieg die Rede und der Kampf geht um Gewinne aus fossilen Energiequellen versus regenerativen Quellen. Die Truppen im Kampf sind die Vertreter beider Seiten und das Schlachtfeld ist die Umweltpolitik.
Nun zum Punkt. Der Krieg, notwendig zur Klärung der Lage (Mensch in Umwelt) müsste längst anhand von messbaren Ergebnissen entschieden sein. Ist er nicht, da die Ergebnisse verschieden interpretiert, durch Täuschungen ergänzt oder unterschlagen werden. Die Parteien haben ihre Meinung, die sie im Krieg einsetzen. Daher die Überschrift Meinungskrieg.
Nun zum Problem. Bei Waschpulver oder Kaffeebohnen, Flachbildschirmen oder Flugreisen werden Testergebnisse mitgeliefert. Zu den Tests nennt man auch die Kriterien, die Aufschluss über die Gültigkeit in der einen oder anderen Richtung geben. In der Forschung werden die Tests selbst getestet, validiert. Warum lässt sich ein Meinungskrieg wie der genannte nicht durch einen Meinungstest sofort beenden. Gibt es da schon Beispiele in dieser Richtung?
Nun zur Forderung. In Demokratien gilt, was die Mehrheit sagt. Das Argument zu Beginn eines Jurastudiums gegen Mehrheitsentscheid ist, dass im Falle großen Unrechts, in Medien aufgebauscht, die Masse die Todesstrafe fordern wird. Normal ist, sie ist abgeschafft. In der Wirtschaft ist Kapitaleinsatz gewinnbringend. Normal ist, dass der Gewinn einseitig ist. Um richtig für die Umwelt und die Gesellschaft zu entscheiden, braucht es unabhängige Kriterien. Bei den Tests gibt es die Stiftung Warentest, beim Zusammenleben gibt es Regeln und Gesetze. Bei den Meinungen muss es auch so etwas geben, unabhängig von Populismus und Kapital, damit Meinungskriege zuverlässig beigelegt werden können.
Also her mit einer öffentlichen Prüfungsanstalt für Meinungen. Öffentlich, weil bei privat bezahlten Gutachten der Auftraggeber bekommt, was er braucht.

2 Kommentare

  1. Arno Widmanns Essay in der Berliner Zeitung vom 31.12.17, „Die Liebe zur Wahrheit und der so viel stärkere Hass auf sie“, warnt zum Thema passend, wir haben kein rationales Verhältnis zur Welt. Bei unangenehmen Wahrheiten hassen wir, dass es so läuft. Wenn wir dann glauben, dass dagegen kein Kraut gewachsen ist, hassen wir die Wahrheit. Ankämpfen gegen Vorurteile und Gefühle ist anstrengend und Verkünder von Wahrheit stehen oft allein.

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