Tag der Arbeit 2017

Aus der Rede des DGB-Chefs Hoffmann heute: „Am Tag der Arbeit demonstrieren wir gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit, für bessere Arbeitsbedingungen, für ein Leben in Würde im Alter, für gute Bildung für alle!“. Und weiter: „Wir haben schon vieles erreicht: Die Fünf-Tage-Woche, kürzere Wochenarbeitszeiten, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, in unendlich vielen Tarifrunden haben wir Lohnerhöhungen durchgesetzt, zum Teil in harten Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern. Auch den Mindestlohn würde es ohne uns nicht geben.“
Ist da irgendwas anders als alle Jahre zuvor?
Die Lohnfortzahlung wurde in den 50er-Jahren erstritten, die 5-Tage-Woche war in den 60ern dann die Regel und welcher Anteil am Produktivitätszuwachs wurde aus unendlich vielen Tarifrunden mitgenommen?
Da ist die DGB-eigene Hans-Böckler-Stiftung aktueller. (Stiftungstext zum Namensgeber: „Hans Böckler hat sein Leben lang konstruktiv im kritischen Dialog für die wirtschaftliche Gleichberechtigung von Kapital und Arbeit gekämpft. In Anerkennung seines Engagements hat die Universität Köln im Jahr 1948 dem damals Dreiundsiebzigjährigen die Ehrendoktorwürde für seine „Lebensarbeit für das Wohl des deutschen Arbeiters“ verliehen.“) Die semi-„aktuellen“ Stiftungsstichworte Bankenunion, Investieren statt Sparen und Schuldenschnitt kommen in der o.g. Rede nicht vor.Die Krisen mit Finanzblasen, Arbeitslosigkeit, Verteilung, Klima, Energie, Hunger, Konsum, Demokratie, ja sogar die Sinnkrise sind vom gegenwärtigen Wirtschaftssystem mitverursacht. Da wäre doch mal ein anderer Schwerpunkt, auch schon älter, vom DGB aufzugreifen: Gemeinwohl-Ökonomie: „Die Gemeinwohl-Ökonomie etabliert ein ethisches Wirtschaftsmodell. Das Wohl von Mensch und Umwelt wird zum obersten Ziel des Wirtschaftens.“

Ein Kommentar

  1. Seit der Gründung 2001 hat ver.di 700.000 Mitglieder verloren. Diese Gewerkschaft fragt aber nicht die 700.000 nach Gründen, sondern beauftragt das Subunternehmen DFC mit „reiselustigen“ Studenten und Teilzeitsuchenden als Werbeteam Beitragszahler auf Plätzen und Straßen zu finden. Gefunden auf LabourNet.de.

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