Weder Gottesstaat noch Staatsreligion

Unser privates Handeln im Alltag wird nicht durch Gesetze bestimmt, wiewohl wir Gesetze beachten und Regeln einhalten. Wenn wir konfessionelle Gründe für unsere Handlungen heranziehen, dann ist das Privatsache. Religion, Glauben und Konfession waren Gegenstand im Interview mit Volker Ladenthin heute morgen im Deutschlandradio (der ganze Text und der Buchtipp dort am Ende).

Eine der Aussagen, wörtlich: „Die Idee des Religiösen ist das Verhältnis zur eigenen Endlichkeit und nicht die Frage, ob wir Kriege führen oder nicht. Wenn man nun versucht, mit religiösen oder konfessionellen Antworten politische Probleme zu lösen, dann beginnt man einen sogenannten Kategorienfehler…ein Kategorienfehler, wenn man glaubt, aus Offenbarungstexten Handlungsanweisungen für den nächsten Tag oder den nächsten Parteibeschluss zu bekommen.“
Und eine weitere Aussage, fast wörtlich: „Wenn Religion oder Religionsführer sagen, so und so geht Politik, dann sind das Übergriffe und dagegen muss man sich wehren – übrigens aus religiösen Gründen, weil das ein Missbrauch der Religion ist, die hier als Antwort für etwas herangezogen wird, was man besser mit Vernunft, mit politischer Vernunft klären kann und sogar klären muss, weil die politische Vernunft hier die zuständigen Regeln abgibt.“

Hier ist Religion Bestandteil der menschlichen Natur mit ihrer Vernunft, über sich selber nachdenken zu können, sozusagen jedem mitgegeben. Konfession ist vom Menschen gemachte Deutung des nicht vom Menschen Gemachten. Gemäß Interview, darf der Staat nicht regeln, was wir glauben, muss aber die Möglichkeit geben, zu glauben. Religion wiederum darf sich nicht anmaßen, Regeln zu geben, wie politischer Alltag zu gestalten sei, im Lande selbst und im Kontakt zu anderen Staaten.

Zum preußischen „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ (Friedrich II) wird hier der Umkehrschluss geliefert, keine Religion darf einen Gottesstaat ausrufen oder zur Staatsreligion werden.

Ein Kommentar

  1. Terroranschlag in Nizza
    Die Trauer und das Entsetzen sind groß, meine Trauer und mein Entsetzen auch.
    http://web.de/magazine/politik/terror/terroranschlag-nizza/angriff-gesamte-welt-31686842
    Ich selber kann nur beten: Für die armen Opfer, für die leidgeprüften Angehörigen und für den fehlgeleiten Täter.
    Ich kann nichts dagegen tun, daß Frau Merkel (OT „Wir werden den Kampf gegen den Terrorismus gewinnen!“) und alle anderen Politiker (Gauck OT : „Ein Angriff auf die gesamte Welt“!)
    dem Terrorismus den Kampf ansagen, ohne erkennbare Schritte zu unternehmen oder je gedacht zu haben, welche zu unternehmen.
    Es wird laufen wie gehabt, das habe alles nichts mit dem Islam zu tun. Die Suren im Koran, die zum Töten auffordern, seien anders zu interpretieren. Der Koran und das Grundgesetz würden nicht im Widerspruch zueinander stehen.
    Wir lassen weiterhin zu, das nicht deutschsprechende Imame in den Moscheen ausbilden und predigen dürfen, usw. usf.
    Sollte jemand auf die Idee kommen, aufzuklären, bekommt er die ISLAMOPHOBIE-Mütze übergestülpt.

    Hier habe ich nun einen Link gefunden, von einem der weiß. was er sagt und meint.
    Frankreichs Vizepräsident der Imame tritt zurück: „Wir müssen die Wahrheit sagen: Islam und Islamismus nicht mehr zu unterscheiden“
    http://www.katholisches.info/2016/07/15/frankreichs-vizepraesident-der-imame-tritt-zurueck-wir-muessen-die-wahrheit-sagen-islam-und-islamismus-nicht-mehr-zu-unterscheiden/

    Wann sind dann unsere Politiker so weit, daß sie es merken? Es gibt nur einen ISLAM und alle Versuche, zu differenzieren scheitern an der Realität!

    Hier auch die Äußerung von Herrn Buschkowsky:
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2016/buschkowsky-kritisiert-dialog-mit-islamisten/
    Das wäre mal ein Ansatz, den Terrorismus „zu besiegen“!
    E.M.

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