Verpflichtung der gesellsch. Mitte

Das neueste Heft Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 14-15/2016) der Bundeszentrale für politische Bildung steht wie alle Hefte zuvor (Gesamtbestand) kostenlos zum Download/Bezug bereit.
Gesamt-Inhalt: Wir schaffen das, erklären viele und packen an. Wir schaffen das nicht, befürchten andere. Wir wollen das nicht schaffen, sagen manche. „Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das!“ Um diesen Satz, den Angela Merkel am 31. August 2015 auf ihrer Sommerpressekonferenz äußerte, dreht sich ein großer Teil des öffentlichen Diskurses zur sogenannten Flüchtlingskrise. Diese Krise ist auch und vielleicht vor allem eine der Identität. Wer gehört zum „Wir“? Wie hat sich dieses imaginierte Kollektiv in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Wie können „Fremde“ in diese Gemeinschaft integriert werden? Und welche Vorstellungen von „Nation“ liegen den verschiedenen Positionen in der Debatte zugrunde?Wozu diese Empfehlung hier? Wegen der Aufgabe am Ende des ersten Beitrages von Prof. Dr. Münkler. Er verortet die Mitte der Gesellschaft und beschreibt deren Furcht und Ängste. Dabei gelingt ihm auch die Verortung der jetzigen Lage. Wie sind wir da hinein geraten und warum ist es so gelaufen wie geschehen?

Am Ende steht eine Verpflichtung der Mitte unserer Gesellschaft. Um ihre drohende Spaltung in Deutschland zu verhindern und Ängste zu überwinden. Wir sind gefordert, die Politik ist dabei etwas außen vor. Die Verpflichtung zum, Zitat:
„Wegarbeiten“ von Angst durch Engagement in Betreuungs- und Hilfsprojekten für Flüchtlinge. Wenn Angst ein Zustand ist, der nicht zuletzt aus Untätigkeit und dem damit verbundenen Gefühl des Ausgeliefertseins resultiert, dann ist die Arbeit mit Flüchtlingen etwas, das solchen Empfindungen entgegenwirkt. Wenn es gut läuft, gewinnen dabei alle: die Flüchtlinge durch den frühen Beginn der Integration, die Einheimischen, indem sie die Erfahrung von Aktivität und Problembearbeitung machen, und schließlich Gesellschaft und Politik, insofern die Probleme angegangen werden und die Angst in der Mitte schwindet. Das ist sicherlich nicht die Lösung des Problems, aber doch ein Element bei der Arbeit an dieser Lösung.

Ein Kommentar

  1. Auf bpd.de gibt es einen Film in 9 Kapiteln über pragmatische Ansätze in der kommunalen Flüchtlingspolitik. Ansätze, die sich produktiv mit der Integration von Geflüchteten befassen und die einheimische Bevölkerung einbeziehen.
    Was diese Webseite hier immer ausdrücken will, in Film-Minute 8:40 sagt Anna Spangenberg genau das auch: Jetzt sind die Flüchtlinge da. Sie werden hier bleiben. Sie werden mehr werden….Was immer der Ausspruch der Kanzlerin war, Wir schaffen das, sollte eigentlich so werden, wir machen das.

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