Leitfontane

Leitfontane, mit dieser Namens-Verballhornung ließe sich eine weitere Leit-Hauptseite hier mit Oskar Lafontaines treffenden Zustandsbeschreibungen füllen. Aber Nachdenkseiten und Zustandsseiten gibt es anderswo, dies soll eine Hinternhochseite sein. (Achtung Selbstkritik: Auch wenn vorne und hinten aufbauen manchmal hinten mit dem Hintern wieder einreißen einschließt. Haben notwendige Kompromisse so an sich. Beispiel Geld den Reichen nehmen und den Armen geben ist ganz nett, wenn hier und in Griechenland die Reichen dann sofort abhauen wird das leider nichts.) Jetzt aber 10 points for Oskar, weil er gebetsmühlenartig immer wieder für Lohnerhöhungen, auch als Voraussetzung einer blühenden Wirtschaft eintritt.

10.2.2016. Ein Beispiel, gefunden auf den Nachdenkseiten: Fleisch teurer machen? Arbeit besser bezahlen!!! – meint Oskar Lafontaine.

13.12.2011. Bei SPIEGEL Online im Interview zu Lafontaine sieht Ende des Euro kommen:
LAFONTAINE: „..Wenn das deutsche Lohndumping nicht beendet wird, hat der Euro keinen Bestand.“
SPIEGEL ONLINE: Wollen Sie im Ernst sagen, dass durch Lohnerhöhungen in Deutschland der Euro gerettet würde?
LAFONTAINE: „Stärkere Lohnerhöhungen in Deutschland sind ebenso notwendig wie Investitionen in den wirtschaftlich schwächeren europäischen Staaten. Da wir keine Wechselkursanpassung mehr haben, sollten alle Euro-Staaten auf eine produktivitätsorientierte Lohnpolitik verpflichtet werden.“

13.2.2007. Noch älter, gefunden auf Presseportal: Mit Blick auf die BenQ-Pleite sagte er: „Wenn man in einem Betrieb, wo der Lohnanteil nur fünf Prozent ausmacht, sagt, wir haben keinen Erfolg, weil die Löhne zu hoch sind, betrügt man die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Ein Kommentar

  1. Herr Lafonatine rezensiert im aktuellen Spiegel 47/2017 das neue Buch von Norbert Blüm. Zitat vom Abschluss der Rezension: „Heute geht es nicht mehr nur um die Enteignung der Arbeitnehmer im Produktionsprozess, sondern um die Enteignung des privaten Lebens durch Internetkonzerne, die das Verhalten der Menschen steuern. Alle Anstrengungen müssen darauf gerichtet sein, die außer Kontrolle geratene wirtschaftliche Macht wieder in den Griff zu bekommen.
    Eine Möglichkeit wären Mitarbeitergesellschaften statt Privateigentum an Produktionsmitteln. Schon der Jesuit Oswald von Nell-Breuning, Blüms Lehrer, plädierte für dieses Modell. Wer, wie Blüm, Widerstand gegen die neoliberale Versuchung leisten will, muss auch die Strukturen ändern, die die Welt zerstören.“ Zitatende.
    Dem Rat folgend, wo es nicht um Lohnerhöhung geht, ist, den Genossenschaftsgedanken entschieden zu fördern.

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