Elefant raus aus dem Porzellanladen

Heiner Flassbeck sieht das Ende des Euro.
Die Grafik oben ist zeitweise bei Youtube in Heiner Flassbecks Erläuterung Teil 1, Das Ende des Euro kommt 2017, dazu zu sehen. Die Überschrift oben ist seine Forderung am Ende von Teil 2 auf Youtube. Gemeint mit Elefant ist Deutschland, das sich nicht an die bei der EURO-Einführung vereinbarte Inflation von 2% hält. Frankreich, blaue Linie, macht es richtig. Heiner Flassbecks Rezept u.a., Schulden bei deutschen Unternehmen rauf.Oskar Lafontaine fürchtet das Ende des Euro.
Seiner Prognose liegt der gleiche klare Zusammenhang zugrunde, dass das deutsche Lohndumping die anderen Europäer in die Arbeitslosigkeit sendet. Die gemeinsame Währung Euro verhindert, dass Nichtdeutsche wegen des Elefanten noch verdienen, ergo bei Deutschen noch was kaufen können. Gäbe es noch einen Wechselkurs für die D-Mark, wäre sie superstark und die anderen Europäer damit wettbewerbsfähig. Lafontaines Rezept heißt somit korrekt deutsche Löhne rauf. (Den Elefanten abmagern.)

Dirk Müller setzt auf den Euro.
Handelsblatt in 2013 :Muss der Euro weg?
„Nicht unbedingt. Lasst den Euro doch bestehen! Aber gleichzeitig führen wir in jedem Land die eigene nationale Währung als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel wieder ein. Dann gilt in Deutschland die neue Mark, in Italien die neue Lira und so weiter. Aber die alten Euro-Konten bleiben bestehen, der Euro bleibt bestehen.“
Wozu dann noch der Euro?
„Wir hätten dann nach wie vor eine große europäische Währung, in der wir große Verträge mit den USA oder China schließen könnten. Die EU könnte Euro-Anleihen begeben, jeder Staat, der möchte, ebenso. Aber das Zahlungsmittel wäre die heimische Währung und die könnte dann endlich gegenüber dem Euro atmen. Die D-Mark könnte aufwerten auf ihren wahren Marktwert, Lira oder Peseta abwerten und den dortigen Volkswirtschaften die dringend nötige Luft verschaffen. Das Problem wäre nur die Drachme – die würde so stark abwerten, dass Griechenland unter seinen Euro-Schulden kollabieren würde. Da bräuchte man einen Schuldenschnitt. Bei allen anderen nicht.“

Schon haben wir drei Zutaten zur Eurobewahrung. Für das gemeinsame Europa.

Ein Kommentar

  1. Aus der Berliner Zeitung, Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, US-Ökonom: „Wenn aber ein Land den Euro verlassen soll, dann muss es Deutschland sein. Das wäre ökonomisch am sinnvollsten….Das würde das Übel an der Wurzel packen. Scheidet Deutschland aus dem Euro aus, würde sein Exportüberschuss verschwinden. Denn die nationale Währung würde sofort kräftig aufwerten und den Export drücken. Die Südländer und andere Peripheriestaaten wachsen dann schneller, weil ihre Währung abwertet und sie mehr exportieren können. Über Nacht gewännen sie an Wettbewerbsfähigkeit. Und sie könnten zur Normalität zurückfinden.“
    Bestätigt, was wir selbst wissen. Nur sind Lohnerhöhungen in D besser als ein Ende des Euro.

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s