Mobilisierung der Nicht-Entlassenen

Beamte auf Lebenszeit beenden mit ihrer Versetzung in den Ruhestand ihr aktives Beamtenverhältnis. Das Beamtenverhältnis geht weiter. Sie sind nicht entlassen. Das bedeutet, unser Land hat für ein „Wir schaffen das“ eine hohe Zahl an bezahlten Leuten mit einer gesteigerten Bindung an den Staat aber zur Zeit ohne Auftrag, für den Staat zu arbeiten. Die Rede ist von den beamteten Ruheständlern, eingeschränkt auf die Zahl der gesunden, dienstfähigen Pensionären.
Schon im August 2015 wünscht Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin, dass pensionierte Beamte helfen sollen, den Bürokratie-Stau in der Flüchtlingsaufnahme aufzulösen. Daraufhin haben sich 150 Pensionäre aus dem Innenministerium gemeldet. Bravo, wie zur Zeit, Hilfsbereitschaft überall. Hannelore Krafts Idee hätte schon längst aufgegriffen werden können.
Die plötzlich zusätzlich bereitgestellten Stellen im berüchtigten Berliner Lageso minderten sofort die verfügbare und eingesetzte Zahl von Mitarbeitern, weil aktive Beamte für die Ausbildung der Neuen abgestellt werden mussten. Wieso? Gibt es im Lageso keine Pensionäre?
Weiß jemand die Zahl der Lehrer, Richter, Polizisten und Verwaltungsfachleute in Deutschland, die infrage kämen, zu schätzen?
(Freiwillige wären proportional bei 18 Mill. EW in NRW 150 Beamte = bei 84 Mill. EW in D also schon einmal etwa 700 fürs Innenministerium = bei 4 Mill. in Berlin etwa 33 fürs Lageso beim Innensenator.)

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