Integration mit „Learning by Doing“

Integration setzt voraus, dass das irgendwie wünschenswert ist. Wer würde sich freundschaftlich oder interessiert in Kreisen bewegen, die er nicht versteht, die ihn ablehnen?
Sollen Zuwanderer sich gerne integrieren, muss Ihnen eine lebenswerte neue Heimat und Anerkennung geboten werden. Ein Mosaikstein hierzu ist der Wunsch nach soviel Deutsch wie möglich bitte, ich brauche es für den Beruf.Learning by Doing war Stand der Ausbildung vor Erfindung des Buchdrucks, als mit dem Kulturwandel Lehrbuch plötzlich Menschen in Erwachsene und Kinder dividiert und die Kinder vom Lernplatz bei den Großen weg und ab in Schule verbannt wurden. Ein williger Anfänger kann einem Arbeitsplatz als Hilfe zugeteilt ohne Schul- und Buchzwang zum Kenner von Praxis und Theorie werden.

Anspruch auf ALG II haben die Zuwanderer wie auch alle erwerbsfähigen, hilfebedürftigen Personen im Alter zwischen 15 und 65-67 Jahren (je nach Renteneintrittsalter), wenn sie sich gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.

Mit ALG II kann jedem Arbeitsplatzinhaber eine Hilfe finanziert werden. Arbeitsplätze werden auf Eignung untersucht, einen sprachunkundigen Interessenten dem Arbeitsplatzinhaber an die Seite zu stellen. Dazu könnten sich etwa 40% der vorhanden Arbeitsplätze eignen. Womit auch alle ALG II-Empfänger regelmäßig zumindest als Hilfe arbeiten und dem Schwarzmarkt entzogen wären. Mit Aufstieg zum Kenner von Praxis und Theorie. Diese Idee geht auf Hans U. Sch. in 2005 zurück.

2 Kommentare

  1. Ähnlich drückt es Petra Kohse aus, Kolumnistin in der Berliner Zeitung am 20.11.2015. Auszüge: „Kinder tun sich leichter mit dem Chaos, auch die Schulpflicht hilft dabei. Zwei Elfjährige aus Syrien und Afghanistan kommen in eine sechste Klasse und werden ohne Zögern integriert. Die 22, die schon da waren, besuchen das Flüchtlingsheim, in dem die Neuen wohnen, bewundern ihre sprachlichen Fortschritte sowie… Vielleicht wäre es gut, wenn jedem Staatsbetrieb (Behörden und Kulturinstitutionen eingeschlossen) Asylbewerber zugewiesen würden, damit sie dort tätig werden – wenigstens so lange, bis ihr Antrag bearbeitet ist….Ein paar Stunden beteiligt sein und täglich Deutschunterricht – mitten rein in die Gesellschaft, so hätte man auch dann voneinder gelernt, wenn aus der Einbürgerung nichts werden sollte.“

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  2. Wörtlich aus Paten zur Seite stellen: In zwei Pflegeeinrichtungen arbeiten heute insgesamt zehn chinesische Pflegefachkräfte. Man verständigt sich mit Hand und Fuß, wenn mal nicht klar ist, was gemeint ist. „Doch dann lassen sich alle auf das Tempo des anderen ein ­und lernen voneinander“, sagt Aichele. Wichtig für die alten Menschen ist vor allem, dass jemand da ist, ihnen zuhört und versucht zu verstehen, was sie brauchen. Die chinesischen Kollegen sollten sich von Anfang an wohlfühlen – bei der Arbeit und in ihrer neuen Umgebung. „Wir haben den Mitarbeitern jeweils einen Paten zur Seite gestellt“, erklärt die Personalbeauftragte. „Wir wollten möglichst genau wissen, wie es ihnen geht und was sie brauchen.“ Zunächst kamen dabei ganz triviale Dinge heraus, wie etwa Fahrräder, um zur Arbeit oder zum Einkaufen in ­asiatische Läden zu fahren. Integration heißt eben auch, Empathie zu lernen.

    Harald Wilde von dSPACE erinnert sich auch an Widerstände innerhalb der Belegschaft, als die ersten Ausländer rekrutiert wurden. „Manchen war es nicht immer recht, wenn Sitzungen auf Englisch gehalten wurden, manchmal saß das Englisch nicht mehr so gut“, sagt er. „Einzelne mutmaßten, die ­Ausländer würden aus Kostengründen rekrutiert. Sie erhalten aber das volle Gehalt. Wir rekrutieren im Ausland, weil wir im Inland nicht genug Arbeitskräfte finden.“

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