Behandlung von Flüchtlingen

Die doppelte Ausbeutung von Natur und Mensch in den weniger entwickelten Ländern, also unser aktuelles westliches Wirtschaftssystem, dazu die Folgen der Klimaerwärmung und der zunehmenden (Verteilungs)Kriege vergrößert die Armut, Perspektivlosigkeit und das Fehlen von Überlebenschancen dort.

  1. Damit wird für jeden ersichtlich, dass in Zukunft die Zahl der Flüchtlinge auf der Welt von jetzt 60 oder 80 Millionen ziemlich schnell auf 100, auf 200, auf 300 Millionen zunehmen wird. Davon wird ein großer Teil Binnenflüchtlinge bleiben, bzw. nur in ihre Nachbarländer fliehen, aber es werden davon noch viele Millionen (10, 20, 30, 40) in die entwickelten Länder des Nordens fliehen.
  2. Mit der Globalisierung ist nicht nur die Umweltverschmutzung und der Handel grenzenlos, auch die Menschenströme werden nicht mehr an den Grenzen halt machen. Das Internet, das Smartphone gibt es überall, und überall wissen die Menschen, was auf unserer Welt geschieht. Und überall, wo es richtig eng wird, schaut man nach Überlebensperspektiven.

Aktuell kommen Tausende auf ihrem Weg nach Europa um, fallen in die Hände von Schleppern und Plünderern und werden kriminalisiert. Das erfordert eine Grenzöffnung.

  1. Alle, die wollen, dürfen ganz offiziell nach Deutschland (Europa) einreisen, mit Schiff, Bahn, Bus oder Flugzeug. Man braucht ein Visum, muss sich also registrieren lassen und eine gewisse Geldsumme vorweisen. (Das sollte kein größeres Problem sein, wenn heute die Flüchtlinge mehrere tausend Euro pro Person für ihre Fluchtreise aufbringen müssen. Z.B. hat einer der 71 toten Flüchtlinge im LKW in Österreich für seine Flucht 9600 $ bezahlt.) Alternativ bekommt man ohne Geld ein Visum, wenn man am Zielort einen Bürgen oder Finanzier vorweisen kann.
  2. Diese Touristen können sich frei bewegen, also direkt zu ihrem gewünschten Endreisepunkt gelangen. Und sich dort um ihre weitere Zukunft kümmern.
  3. Damit ist das Problem der Erstversorgung gelöst, es bleibt das der dauerhaften Versorgung. Hier liegt der Schwerpunkt in der Integration in der Gesellschaft und in der Arbeitswelt, also Unterkunft, Sprache, Bildung, Ausbildung und Job.

Zu 1) Z.B. 1500 € für ein Monatsvisum, 3000 € für 2 Monate, 4500 € für ein 3-Monatsvisum. Damit wird sicher gestellt, dass dieses Geld nicht in die organisierte Kriminalität abfließt, sondern die Flüchtlinge eine erste Lebensgrundlage haben. Diese Idee geht auf Josef L. vom 26.10.15 zurück.

5 Kommentare

  1. Abgeschrieben vom Zitat Kurt Biedenkopf, zitiert von ZDF-Frontal21: Biedenkopf hält Seehofer vor, dass er mit seinen Forderungen in der Flüchtlingsdebatte von Versäumnissen der Politik ablenken wolle. Biedenkopf dazu wörtlich: „Das Problem ist doch nicht die Zahl der Flüchtlinge, sondern unser völliges Unvorbereitetsein (…). Das hat uns (…) wie eine Flut überrascht. Jetzt müssen wir so schnell wie möglich daran arbeiten, dass wir das – was eigentlich schon längst hätte passieren müssen – nacharbeiten. Das ist schwierig. Da müssen wir alle (…) die Gürtel enger schnallen. Und wenn wir das tun, werden wir großen Respekt verdienen in der Welt. Aber mit Sicherheit nicht, wenn man, wie Herr Seehofer, jetzt einfach vom Blauen herunter sagt, weil unsere Kommunen damit nicht zurechtkommen, ist das Boot voll. Die „Das Boot ist voll“ -Debatte hatten wir schon vor 20 Jahren, aber es ist offensichtlich nicht untergegangen und das Boot „Europa“ wird auch jetzt nicht untergehen.“

    Kurt Biedenkopf warnt im „Frontal 21“-Interview aber auch: „Das Land wird jedenfalls verändert. Und diese Veränderung ist unaufhaltsam. Es kann auch etwas ganz anderes passieren. Es kann passieren, dass die europäische Kultur an dieser Aufgabe scheitert, dass wir feststellen, wir haben die Kraft nicht mehr. Immerhin haben wir 500 Jahre die Welt regiert als Europäer, haben überall ausgebeutet, wo wir hingekommen sind, haben eine fantastische Entwicklung gehabt, wie alle Hochkulturen, aber alle Hochkulturen sind auch wieder abgestürzt.“ (far)

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  2. Quelle im Deutschlandfunk verloren, aber dort in voriger Woche gehört, etwa 1 Milliarde Euro haben Schlepper in 2015 eingenommen, also viel weniger kostet die Ausreisewilligen eine Einrichtung gemäß obigem Vorschlags. Außerdem im Stern vom 18.11. screibt Hans-Ulrich Jörges: „…Familien mit Kindern, die in türkischen Lagern geprüft, dann mit Schiffen und Flugzeugen zu uns gebracht werden. Schlepper wären ausgebootet….“

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  3. Was im Beitrag oben schon steht, davon spricht auch Entwicklungshilfeminister Gerd Müller seit heute. Zitat „Erst zehn Prozent der in Syrien und Irak ausgelösten Fluchtwelle ist bei uns angekommen. 8 bis 10 Millionen sind noch unterwegs. Die größten Fluchtbewegungen stehen uns noch bevor: Afrikas Bevölkerung wird sich in den nächsten Jahrzehnten verdoppeln.“ Müller fügte hinzu: „In der Sahara sollen bis zu einer Million Menschen auf der Flucht gestorben sein. Das zeigt die ganze Dramatik.“ Und weiter: „Eine Million, wie im vergangenen Jahr, können wir nicht erfolgreich integrieren. Gleichzeitig müssen wir alle in Europa unsere Verantwortung in der Welt in einer anderen Dimension wahrnehmen, als wir das bisher tun. Wir haben unseren Wohlstand auf dem Rücken der Entwicklungsländer aufgebaut. Das wird nicht mehr lange gut gehen. Diese Spannungen entladen sich. Dann ist egal, was wir hier festlegen. Die Menschen werden uns nicht fragen, ob sie kommen können.“
    So ist es. Wir schaffen das muss jetzt lauten Wir packen es an.

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  4. Leserin Christa Pöppelmann am 30.4.2016 in der Berliner Zeitung (zu „Keine vernünftige Strategie in Sicht“ vom 22.4.16) (Auszug): Der legale Weg zum Asyl. Eine vernünftige Strategie in der Flüchtlingspolitik gibt es schon, sie heißt legale Einreisemöglichkeiten plus Einwanderungsgesetz. Um das verpönte Bild vom „Flüchtlingsstrom zu bemühen: Ein Strom, dem man Sperranlagen in den Weg setzt, verschwindet nicht, sondern sucht sich neue Wege. Genau das passiert derzeit an den Außengrenzen Europas. Mit jeder Hürde, die wir aufstellen, päppeln wir die Schleuserindustrie, provozieren noch mehr Tote und sorgen dafür, dass vor allem die Wohlhabenden, die besonders Harten und die mit guten Kontakten durchkommen, nicht die Hilfsbedürftigsten.

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